Kalabrien und der Kampf mit der Maccia

Veröffentlicht in: EURO-Trip-2016 | 2

Der Abschied von Kalabrien ist nah – wir beschließen die letzten Tage noch einmal die Wanderschuhe auszupacken, und die „Tri Pezzi“ zu besteigen, eine markante Felsformation in den Aspromonte-Bergen. Allerdings ist die Wegfindungen in diesen Gefilden etwas schwieriger – Markierungen oder Hinweisschilder Fehlanzeige. Der Aufstieg wird zum Geduldsspiel, da sich auch noch ein kleines verlassenes Hündchen (wir nennen ihn Pepe) an unsere Fersen heftet und sich nicht abschütteln lässt, bevor wir ihm unsere halbe Salami servieren. Die Mädels sind auf halber Strecke ausgelaugt und treten den Rückzug an, während ich verzweifelt versuche, den Weg auf den Gipfel zu finden. Was sich erst als deutlicher Pfad zeigt, wird kurz darauf zum Ziegenpfad, um dann schlussendlich im Nichts zu enden – kurzum: irgendwann hab ich mich total verfranzt und stecke in stacheliger, mannshoher Maccia fest, die mich wie den Prinzen in Dornröschen umschließt. Mit Mühe und Not finde ich einen Weg zurück – Hose zerrissen, Arme und Beine zerkratzt – das war mir eine Lehre: Leg dich niemals mit der Maccia an!

Die Nacht verbringen wir am Strand – der Restaurantbesitzer Guillermo lässt uns auf seinem Parkplatz übernachten, im Gegenzug sind wir seine einzigen Gäste und essen leckere Pizza – und beim Sonnenuntergang wird uns klar – der Berg dort hinten, das ist der schon der Ätna! Sizilien, wir kommen!

Den letzen Tag in Kalabrien beginnen wir mit einem Frühstück und der Aussicht auf das verlassene Bergdorf Pentedatillo – welch ein Panorama, und ein gelungener Abschied von Kalabrien. Arrivederci!

2 Antworten

  1. Sven

    Oh je, auf einem Boot wäre das nicht passiert ;-)))) …. Viele Grüße an alle!

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